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Der neue Gott: DJ Lecter
Das Programm des Final Destination Club
(http://www.final-destination-club.de) im Holzgraben 9 in Frankfurt am
Main gibt es ja schon länger her. Am 5. Freitag eines Monats ist der
Schwarze Freitag mit „Final Noize“ dem Industrial, Noize, Tekknoize und Terrorstep gewidmet. Am 29. Juli hatten wir nun endlich einen 5. Freitag!Ein Blick auf das DJ-Pult ließ mein Industrial-Herz höher schlagen. DJ Lecter legte Vinyl auf. Es standen unter anderem wirklich zwei Turntables auf seinem Pult. Mit diesem Equipement hat er die Industrial-Gemeinde von 21.30 Uhr bis zum Morgengrauen beschallt – in einem Stück!
Während man bei anderen DJs merkt: „Soooo, das Stück ist nun zu Ende, mooooment, jetzt kommt das Nächste“, präsentierte DJ Lecter uns die feinsten Übergänge. Hier war Marathon-Tanzen möglich. Und als sich einmal nach Anspielen eines Songs die Tanzfläche ein wenig leerte, wisst ihr, was der Lecter da gemacht hat: Er hat den Song ausgeblendet und sofort etwas aufgelegt, was die Tanzfläche im selben Moment wieder zum Beben brachte. Das nenne ich reagieren und mit einem Seitenblicke auf DJs – derjenige weiß, wer gemeint ist - , die ganz straff ihre Playlist durchziehen und auf sich leerende Tanzflächen ignorant mit den Schultern zucken, kann ich nur sagen: Guckt hin Jungs, so wird es gemacht und so will ich es sehen! Musik für andere zu machen ist nicht wie onanieren – Musik für andere ist sexual intercourse! Die Signale dessen aufnehmen, den ich rocken will. DJ Lecter praktiziert das. Das ist dann auch schweißtreibend. Ich bin mir sicher, das Team des Final Destination hat an keinem Abend vorher so viele Getränke umgesetzt ;-) !
DJ Lecter hat Bewegung ins Final Destination gebracht. Der Boden hat vibriert und dir angezeigt, wo du deinen Fuß hinsetzen musst, um den Rhythmus aufzunehmen. Selbst, wer sich nur für einen Moment an die Wand lehnen wollte, den hat der Wumms sofort aufs Tanzblech zurück katapultiert. So will ich bewegt werden! Die Wände haben übrigens dermaßen gewackelt, dass es eine Reklametafel zerlegt hat.
Ich werde mich jetzt an die päpstlichen Kalenderbeauftragten wenden. Die gregorianische Kalenderreform muss modifiziert werden. Wir brauchen einen lecterianischen Kalender, der für jeden Monat 5 Freitage vorsieht. Selbstverständlich bei vollem Lohnausgleich!
Veröffentlicht von dunkelbunt am 31.07.2005, 21:07

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