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Gothic-/Fetisch- & Bizarre-Talk 21. 11. 2008, 11:58 *
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Autor Thema: Prayers on fire by demon17  (Gelesen 2465 mal)
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demon17
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« am: 26. 12. 2007, 20:03 »

In diesem Thread werde ich jetzt alle neuen Gedichte veröffentlichen. Wenn ihr etwas anmerken wollt, posted einfach dazwischen. Smiley
Tod und Teufel



Es weint der Mensch, es lacht der Schnitter.
Ein Leben endet, ach so bitter.
Der Wollust viel zu oft verfallen,
im Suff der Liebe Worte lallen.
Gefressen wie ein fettes Schwein,
so wirst Du Satans Beute sein.

Die beiden tanzen Hand in Hand
mit Deiner Seel' als Unterpfand.
Nun flehe und nun bettel nicht
Du geiler, trunken, feister Wicht.
Das Leben hast Du doch genossen,
in faulig stinkend, schmutzig Gossen.

Lebe wohl....



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Nur das Schwarz wird unendlich in der Dunkelheit
demon17
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« Antworten #1 am: 26. 12. 2007, 20:07 »


Altes Lied


Es tanzt der Tod durch uns're Gassen.
Man hört sein wildes Spiel erklingen,
so fröhlich, selbst die Engel singen
und jemand muss sein Leben lassen.

Ein lustig' Lied aus alter Zeit
die ganze Nacht nicht enden will
Was ist mein Schatz, Du bist so still,
bist Du zum Sterben nicht bereit?

Der Schnitter bittet Dich zum Tanz,
als Ehrengast bist Du geladen.
Das Fest gerät Dir wohl zum Schaden,
denn wen er holt, den holt er ganz.

Schaust traurig, meine große Liebe,
verloren war er, mein Verstand,
als ich den and'ren bei Dir fand,
zerbrach mein Herz an Deinem Triebe.




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Nur das Schwarz wird unendlich in der Dunkelheit
demon17
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« Antworten #2 am: 26. 12. 2007, 20:08 »

Weltflucht

Du lebst im Traum
und liebst das Nichts,
in Deinem Raum
am Rand des Lichts.

Die Zeit verrinnt,
der Tod ist nah.
Noch immer Kind,
das niemals da.

Die Welt, sie dreht
sich ohne Dich.
Der Wind verweht
das Leid an sich.

Die Wunde, die
dich nieder warf,
sie blutet nie,
der Dolch war scharf.

Er traf dein Herz
um Mitternacht.
Hat ohne Schmerz
Dich umgebracht.

So lebst du jetzt
in einem Traum,
liegst schwer verletzt
im Ruheraum.

Die Zeit, sie heilt
die Wunde nicht
und da sie eilt
schnell wie das Licht,

sind wir bald Staub.
Für Worte Du
bist längst schon taub.
Die Tür ist zu,

ich seh' es ein
und werde weiter einsam sein.
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Nur das Schwarz wird unendlich in der Dunkelheit
demon17
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« Antworten #3 am: 26. 12. 2007, 20:11 »

Walküre

Kommst vom Meer der schwarzen Gischt,
das die Welten einst verschlingt,
wenn das letzte Licht erlischt
und das Land im Sturm versinkt.

Hörst der Möwen letzten Schrei,
die den Todesstrand verzieren.
Gibst uns aus dem Leben frei,
wenn wir es im Kampf verlieren.

Wohnst im Tal der Bitterkeit,
Christus hat Dein Volk verjagt.
Winterkind im schwarzen Kleid,
welches nie den Tod beklagt.

Wartest in der kalten Schlucht
auf des Lichtes Dämmerung.
Hast seit langer Zeit verflucht,
Tage der Erinnerung,

.... an der Asen Untergang.
Leise hör ich Deine Worte,
wie ein letzter Abgesang,
raunend an dem öden Orte,

der einst Asgard wurd genannt.



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demon17
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« Antworten #4 am: 26. 12. 2007, 20:13 »

Der Leviathan

U
ngeheuer, Todesbringer
wälzt dich mordend durch das Land.
Lindwurm, blutig Volkverschlinger
plünderst, bis das letzte Haus verbrannt.

Nur noch Elend Not, Verzweiflung
bleibt auf deinem Feuerwegen.
Chaosflamme der Zerstörung,
brennst so heiß mit Gottes Segen.

Heiligkeit des Glaubenseifers
nährt Dich ohne Unterlass.
ist Bestandteil deines Geifers,
davon zehrt der Menschen Hass.

Sei'n es Klassen, Völker, Götter,
alles ist ein Grund für Dich,
bald zu töten deren Spötter.
Lindwurm, Du bist widerlich.
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Nur das Schwarz wird unendlich in der Dunkelheit
demon17
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« Antworten #5 am: 04. 07. 2008, 18:29 »

Charon

In einem alten Kahn gleitet auf dem See
um Mitternacht gebeugt ein schwarzes Wesen.
Im Mondlicht funkelt frostig weißer Schnee
und dünnes Eis, das blankgefegt von Windes Besen,

zerbricht mit leisem Knacken vor dem morschen Bug.
Der Fährmann steht fast unbewegt am Heck
des alten Kahnes, welcher schon so Viele trug.
Am Boden schimmert silbrig durch ein Leck

das Wasser des Styx.



Das Boot sinkt nicht, noch wird es je versinken
selbst wenn, - die Toten fürchten kein Ertrinken.
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demon17
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« Antworten #6 am: 15. 11. 2008, 21:19 »

Deus ex Machina

Falscher Gott aus zweiter Hand,
lenkst der irrend Menschen Wege,
welche einst ein Mann erfand,
so, dass niemand widerlege
seinen listigen Verstand.

Täuschst des Volkes Glauben,
das des Heiland' Wunder sieht.
Es der Freiheit zu berauben,
wenn es vor der Allmacht kniet.
Heilst die Lahmen und die Tauben
Blind ist der, der Dich nicht liebt.

Schall'n aus toten Mündern Worte,
quillt aus steiner'n Nasen Rauch,
wandern Gläser bis zur Borte,
siehst Du einen goldnen Bauch?
_

Dann bist Du das Opfer an dem Orte!
Denn die Lüge ist der Götter Brauch.

Deus ex Machina - Zum Begriff
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demon17
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« Antworten #7 am: 15. 11. 2008, 21:21 »

Kalis Tod


 
Göttin Kali


Zu früh, ach viel zu früh der Tod dich nahm
im ersten Morgenlicht, als Vater kam
der Knochenmann sah lang ihn an
und sprach:
„Du mein Alter, bist erst später dran.
Ich hole heute Deinen kleinen Sohn,
dem Fürst der Finsternis zu seinem Lohn.
Verzweifle, an der Götter zornig Macht,
die du gefordert hast in dieser Nacht,
als Du erschufst den neuen Incubus,
mit einem tiefen, langen Zungenkuss,
der Durgas schwarzer Tochter Willen brach.
Verflucht der geile Dolch, der sie erstach.
Der Menschen Leben soll nun ewig währen
na gut, so müssen Kinder mich ernähren.
Kein Leben geht durch meine Hand verloren,
wenn niemand stirbt, so bleiben and're ungeboren.“

 
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« Antworten #8 am: 15. 11. 2008, 21:26 »

Die Tränen des Thanatos

Der Sage nach lebt Hypnos Bruder dort,
wo einst die Nacht dem Tag entgegen trat.
Im fahlen Zwielicht liegt der öde Ort,
an dem er plant die nächste Tat.

Verdammte leiden in dem Schattenreich,
in dem sein Vater Tartaros regiert.
Der Sünder strenger Fürst verflucht ihn gleich,
als ihm die Nacht den Todesgott gebiert.

Allein ist Thanatos seit langer Zeit,
der stets ein scharfes Messer bei sich trägt.
Die Menschen schickt er in die Dunkelheit
des Hades. Einsamkeit hat ihn geprägt.

Und liebt der Todesgott ein junges Weib,
wie einst am weißen Strand von Mykonos,
wo zärtlich küsste er den warmen Leib,
da will sie auch sein Vater Tartaros.

So schnitt er ihr die schwarze Locke ab
geschwind, wie er es immer schon getan.
Den Körper legte er ins kühle Grab,
allein den Schatten wies er traurig an:

"Du mußt nun gehen in den Höllengrund
Dort herrscht mein Vater seit Beginn der Zeit
Ich tat ihm meine erste Liebe kund,
das Herzensglück erregte seinen Neid.

Das Leben nahm Dir, der Dich weinend liebt.
Die Tränen schenkt Dir, der das Licht nicht sieht,
der Deine Leiche in den Armen wiegt,
und dessen Trauer vor der Sonne flieht.

Ich gebe Dir zum Abschied auf den Weg,
ein Gift das Götter in den Hades schickt
und das ich nun in tote Hände leg,
auf das es meinen Vaterhass entzückt.

So gib dem Alten Herrn im Höllengrund,
das Gift als letzten Gruß von seinem Sohn,
und streu es schnell in seinen off'nen Schlund.
Im Schlaf, als Deiner Unschuld Liebeslohn."

Es weinte Thanatos der diese Worte sprach
und seiner Liebe Schatten in den Hades warf
und diese hielt den Schwur, den sie nie brach
als Tartaros sie nahm, er war so scharf,

vergiftet ihn die schöne Schattenbraut.
Die Schmerzensschreie hallten grauenhaft,
als Tartaros verstarb da schrie er laut:
„Verfluchte, die ihr lebt in meiner Haft,

entflieht und lebt fortan im Bann der Nacht.“
So flohen all die Schatten von dem Ort,
an dem sie litten unter seiner Macht.
und nannten sich nach einem alten Wort,

...die Kinder der Nacht.

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demon17
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« Antworten #9 am: 15. 11. 2008, 21:29 »

Dichterherz

Ich lass Götter für mich sprechen,
wie ein Fürst der Unterwelt.
Würden Zions Mauern brechen,
wie der Baum, der einst gefällt,
könnte ich nur leise lächeln,
bis der letzte Schrei vergellt.

Wolltest Du mein Herz ergründen,
wie ein Lied aus alter Zeit.
Würdest Du nur Asche finden,
denn ein Brand hat es befreit,
von der Liebe und den Sünden,
von der Last der Menschlichkeit.

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Nur das Schwarz wird unendlich in der Dunkelheit
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