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Gothic-/Fetisch- & Bizarre-Talk 03. 09. 2010, 19:23 *
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Autor Thema: Berufswahl von "Gothics" /Arbeitet ihr in heilenden/pflegenden... Berufen?  (Gelesen 5337 mal)
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enolA
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« am: 04. 01. 2006, 19:13 »

Arbeitet wer von euch in heilenden oder pflegenden Berufen? Medizinstudenten/Medizyner? Krankenschwester und Pfleger? Pädagogen etc? ... würde mich mal interessieren... lauft ihr im Job/Studium/Ausbildung auch "schwarz" rum? Wird das toleriert?
Wie denkt ihr? Ist es häufig anzutreffen, dass "Schwarze" in pädagogischen/heilenden Berufen arbeiten? Mentalität? Hang zur Dramatik?... Tausend Fragen...
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Ich schwör.
DunklerWanderer
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« Antworten #1 am: 04. 01. 2006, 19:38 »

Damit greifst du das alte Klischee auf, "Gothics" würden vor allem soziale/heil-/pflegerische Berufe ergreifen...  

aber du hast vermutlich recht thumbup   in meinem Bekanntenkreis sind KrankenpflegerInnen, AltenpflegerInnen, Krankenwagenfahrer, Sozialpädagogen und BetreuerInnen gehäuft zu beobachten...
Ich würd sagen... das könnt hinkommen....


Ich selbst hab mich für ein konservatives Studium unsozialer Art entschieden (Jura) und da wird nicht viel toleriert; aber da die meisten Mitstudenten charakterlich eh nicht mein Fall sind, pass ich mich bei der Kleidung bedingt an... Nie zu auffällig: schwarzes Hemd, Lackschuhe, gerne auch Ranger und manchmal bin ich auch mutig Zwinkernd  dann zieh ich mir ein Band-T-shirt a la Terminal Choice-Ich bin der Teufel an. Wer zuviel auffällt hat in dem Studiengang ganz schlechte Karten...
Aber zum Glück trenn ich sowieso Beruf und Privates Zunge   mit den meisten würd ich eh kein Bierchen trinken gehen...
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Das Leben ist eine Krankheit,
die mit der Geburt beginnt;
durch Sex übertragen wird,
und immer tödlich endet !
Oktoberchen
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« Antworten #2 am: 04. 01. 2006, 19:56 »

Also ich bin in keinem heilenden oder pfelgenden Beruf tätig, ich arbeite in einer Behörde. (Agentur für Arbeit - JobCenter)
Allerdings laufe ich da auch normal rum, zwar gerne in schwarzen (rein von der Farbe her) Sachen, aber sonst normal.

Ich denke auch nicht, dass das besonders gut ankäme, komme aber auch ganz gut damit klar.  Lächelnd

Freizeit und Beruf muss man sowieso trennen, von daher ist es wurscht, finde ich.  Zunge

Liebe Grüße

Oktoberchen  devil_52
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Thingol
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« Antworten #3 am: 04. 01. 2006, 20:04 »

Ich denke das kommt ganz auf den Arbeitgeber oder das Umfeld an. Eine Ex-Freundin von mir machte ihre Ausbildung zur Altenpfegerin. Da in dem Haus dort eh weiß tragen mußte,war das Kleidungstechnisch kein Problem. Die Haare normal gekämmt und alles war klar.
Meine eigene Erfahrung aus Zivildienstzeiten zeigt aber,das es auch echt nervig werden kann. Habe in den städt. Kliniken in Dortmund auf der HNO-Ambulanz gearbeitet. Zu Anfang waren meine Haare noch kurz und Wasserstoff-Blond. Zehn Tage vor meinen letzten Arbeitstag hatte ich Lust auf blau.
Die Reaktion der ersten Omi,welche mir über des Weg lief war ein lautes "Nein,wie toll! Endlich mal eine Abwechslung zu diesem langweiligen Weiß hier im Krankenhaus.
Zivi-Kollegen kamen zwischendurch auf Station zum gucken und die Ärzte und Schwestern fanden es geil.
Bis mir unsere Oberschwester über den Weg lief. Es hagelte Vorwürfe das sich die Patienten beschweren würden (Auf der Ambulanz,klar. Wer's glaubt...) und das ich die Klinik in Verruf bringen würde. Eine Stunde später mußte ich zum Zivildienstleiter der Klinik und konnte mir nochmal denselben Sch... anhören. Eine nickende Oberschwester im Nacken. Mit dem Ergebniß,das man mir mit einer Disziplinarstrafe und einer Verlängerung der Zivizeit drohte. Wäre letzters möglich gewesen hätte ich damit kein Problem gehabt,war nämlich ein cooler Job,wenn auch stressig.
Habe mir dann Schwarzblau in die Haare geklatscht. Wollte mir für die letzten Tage keinen Streß machen. Lustiger Nebeneffekt: unter jeder Lampe in der Klinik leuchteten meine Haare violett. Oberschwester war genervt,konnte aber nichts mehr machen. Erstens hatte ich sie umgefärbt,wie verlangt und zusätzlich haben meine Schwestern der Station Unterschriften gesammelt,einschl. Oberarzt,Chefarzt und Prof. .
Also alles in allem muß man abwarten wo man landet und das Beste drauß machen. Mein Aussehen gibt keine Auskunft über meine Arbeitskraft.   men_ani  
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Thingol
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« Antworten #4 am: 04. 01. 2006, 20:10 »

Ach ja. Ich trage bei meinem Job weiß und häßliche karierte Hosen. Schwarz kommt in einer Backstube nicht so gut. Die schönen Klamotten.
Von meiner Gesinnung wissen alle und es ist absolut kein Problem. Okay,mancher weiß zu berichten wie Wortkarg diese Gruftis sind,das man mit denen nicht normal quatschen kann und das die immer nur depri drauf sind. So ist das halt,wenn man auf der Klugsscheißer-Schule war. Lächelnd  
Bis neulich!
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Doom
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« Antworten #5 am: 05. 01. 2006, 00:51 »

Also ich bin in einem Bedingt heilendem Berufsfeld *G* ich studiere Biologie, da gibbet auch genügend möglichkeiten neue Heilverfahren zu suchen...bei uns ist es ausser in den Labors (sicherheitskittel evtl handschuhe etc)vollkommen egal wie man rumläuft, da gibts alles, von unsereinem bis hin zum gesundheitslatschenträger...da achtet keiner drauf, da gehts nicht darum wie man rumläuft, sondern was man tut, wie man es tut, und wie man sich verhält. Da kannste im feinsten Edelzwirn auftauchen, wenn du ein *oops* bist, haste verloren.
Finde das so wie es ist ganz gut, ist zum glück auch kein Berufsfeld, bei dem man irgendwas durch sein Aussehen repräsentieren muss.
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sam222
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« Antworten #6 am: 05. 01. 2006, 10:54 »

Moin,

also - ich habe einganze Latte von Jobs, die ich mehr oder weniger parallel ausübe:

1. Mein "Hauptberuf" ist Diplom-Sozialpädagoge/-arbeiter. Ich arbeite als rechtlicher Betreuer in einem kommunalen Verein. Durch die besondere Stellung des Betreuers (Amtsträger) bin ich fachlich völlig frei handelnd und kann nur durch das Amtsgericht bei besonderen Fällen abberufen werden. Vorschriften kann mir da also keiner machen. Dienstrechtlich haben wir einen Geschäftsführer, der für die arbeitsrechtlichen Belange zuständig ist. Der ist schwer in Ordnung, da zählt die Leistung und nicht wie man rumläuft. Kleidung trage ich grundsätzlich Schwarz, id.R. enge Jeans, Docs, T-Shirt. Wenn ich mal einen ANzug brauche, dann mehr im "Country-Style" mit Tweed-Sakko etc.

2. Ferner bin ich Heilpraktiker, dort freiberuflich im geringen Umfang tätig. Den größten Raum nehmen da aber meine Lehrtätigkeit an einigen Heilpraktikerschulen oder Vorträge ein. Aussehen variiert da von schlicht schwarz (Unterricht) über "edel im Anzug" (Vorträge) bis zum weißen Kittel in der Praxis.

3. Nebenbei arbeite ich noch als Rettungsassistent im Rettungsdienst (bitte KEINE Frage nach meinem Arbeitgeber *fg* devil_69 ). Kleidung ist klar: Schutzkleidung in rot und blau.

4. Vor langer Zeit habe ich mal Maschinenschlosser gelernt. War ein Fehlgriff, habe ich zwei Jahre nach Beedigung der Lehre an den Nagel gehängt. Da war BW-Hose und schwarzes T-Shirt mein Standard...

Gruß, Sam
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bonsaielbe  
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« Antworten #7 am: 05. 01. 2006, 17:14 »

ich arbeite im rettungsdienst und trage orange-weiße kleidung.... den ganzen tag...
naja, gut, mal pkw-hausnotrufe ( omas mit pieper um den hals retten ), da werden mir dunkelblaue hosen zugestanden, dann ktw, also kranke leute von a nach b karren ( die großen orangen autos ) und manchmal rtw, also besteck reichen etc.....
gilt das auch? hat zwar nicht wirklich was mit pflege zu tun, aber.....
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Thingol
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« Antworten #8 am: 05. 01. 2006, 20:32 »

Um es mal krass zu formulieren: ohne Euch in Euren schnellen Autos gebe es oftmals niemanden zu pflegen. Ziehe echt den Hut vor Eurer Arbeit.  thumbup  
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DerangedInsanity
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« Antworten #9 am: 05. 01. 2006, 21:19 »

dem stimme ich auch zu

ich arbeite bei der Arbeitsagentur. Nun ich finde schon das es auch ein sozialer Bereich ist.

Zumal wir auch immer wieder Seelentröster spielen wenn wir mal Zeit haben.
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Nur der Minderwertige wird das lächerliche System der  Gleichheit predigen!
Er kann sich nicht zu Höherem emporschwingen, deshalb will er mich zu sich herunterziehen.

http://www.lollibunny.tk
bonsaielbe  
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« Antworten #10 am: 06. 01. 2006, 12:26 »

 :redhead:  
ähem... danke.... aba sooo doll is das nich.....
naja, gut, ist schon harte arbeit und nicht immer schön, stimmt.
aber, was mir da eben aufgefallen ist zu der eingangsfrage: hang zur dramatik? ähm, ok, dieser job ist manchmal dramatisch, aber je weniger drama, desto besser der tag. nein, nix drama-geilheit, sondern der wunsch, etwas sinnvolles zu tun, wo man sich am ende des tages nicht grübelnd fragt, ob man mit seiner arbeitskraft der menschheit nun weitergeholfen hat. ausserdem ist es eine schöne vorbereitung auf das medizinstudium. und auch da: nur wegen der veranlagung, einfach zu sozial zu sein, nicht, weil ich es liebe, das blut spritzen zu sehen   Zwinkernd  
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Gothslayer
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« Antworten #11 am: 08. 01. 2006, 20:19 »

Insgesamt hatte der Zivi in Weiss (und später in coolerem Blau) keinen so enormen Einfluss auf meine Kleidungsgewohnheiten wie bei manch Anderem hier. Und mit langen Haaren hatte ich fast auf jeder Station Gleichgesinnte. Auch ich kann nur bestätigen, dass Goths und Halbgoths eine soziale Ader scheinbar in Zusammenhang stehen - wobei das für einen IT-Consultant kein Vorteil sein muss...

[Editiert am 8.1.2006 von Gothslayer]
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Koerperschrei
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« Antworten #12 am: 16. 01. 2006, 21:15 »

Hmm, ich bin Sozialfuzzie an ner Schule. Und auch wenn wir ein paar Goths als Schüler haben, käme es wohl nicht ganz so ideal, wenn ich bei einem unerwarteten ELterngespräch mit einer türkischen Familie (nur als Beispiel) in "szene-typischer" Kleidung auffahren würde.
Von den Farben trage ich zwar meist eher dunkle Farebn, aber ich lasse mich da nicht festlegen. Allerdings hatte ich mit meiner Kleiderwahl bisher nur beim Direktor meiner alten Schule ein Problem, der etwas gegen ärmellose T-Shirts im Hochsommer hatte.

Ok, er war auch einer der Verfechter des Lehrers in ANzug und der Schuluniform *fg*
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Voguee
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« Antworten #13 am: 21. 01. 2006, 00:16 »

Als Gothic würde ich mich nicht bezeichen - eher als Interessierte mit dem Hang zu ausschließlich schwarzer Bekleidung...und das natürlich in einem sozialen Beruf: Pädagogin und Gerontologin, arbeitend als Projektleitung in einem Seniorenzentrum auf einem Wohnbereich für demenziell Erkrankte.
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bonsaielbe  
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« Antworten #14 am: 23. 01. 2006, 22:13 »

ich muss da mal was hinzufügen, wo ich grad mal ein bisschen ruhe zwischen den doofen herzinfarkten habe....
es sind überraschend viele im privatleben schwarz gekleidete menschen im rettungsdienst tätig, zumindest auf meiner wache. da gibt es sowohl metaller als auch ebm-tänzer und hardcore-hörer, die hauptberuflich oder auch ehrenamtlich in weißen retter-klamotten durch die gegend hecheln... und ich habe die erfahrung gemacht, dass diese menschen überraschend gut - ich will nicht wirklich schreiben "besser als `normalos`" - mit vielen stresssituationen umzugehen wissen.
ob das an den schwarzen klamotten oder an den oft in der "szene" gesehenen filmen oder den songtexten oder ähnlichem liegt, weiß ich nicht zu sagen, aber auffällig ist es schon.... unter anderem ebenfalls, dass diese menschen ihre erste leiche "feiern"  Lächelnd  NEEEEEEEIIIINNN! wir sind nicht komisch!! hallucine  Lächelnd
so, grüße aus dem 24 stunden dienst....
ps: heute noch kein ganz toter....   devil_92
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« Antworten #15 am: 23. 01. 2006, 22:40 »

so, um auch das ins richtige licht zu rücken: es gibt genug tote, vor denen steht man und will sich einfach in den *oops* beissen, weil man es nicht aushält, diesem menschen nicht helfen gekonnt zu haben. von kindern spreche ich gar nicht erst. sicher, dieser job ist oft einfach scheiße und das ändert sich auch nicht mit der farbwahl der kleidung. aber: es ist immer angenehmer, mit kollegen durch die gegend zu brettern, die mit einem eine schreckenscola auf den ersten leichnam trinken, als zwischen lauter vor betroffenheit dahinvegetierenden menschen zu sitzen. das feiern oben wird auch nicht im beisein des notarztes, der kripo und schon mal gar nicht der familie zelebriert, sondern an der tanke seines vertrauens oder in der wache. solche dinge mögen makaber klingen, helfen aber sehr, dem schrecken seine wucht zu nehmen und wieder im hier und jetzt anzukommen.
so, hoffe, jetzt alle unklarheiten beseitigt zu haben. Smiley
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Gothslayer
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« Antworten #16 am: 23. 01. 2006, 22:55 »

Oh je, was hab ich da bloss angerichtet. Das war auf keinen Fall so gemeint wie du es verstanden hast, ich kann die Einstellung verstehen (mehr als die Hälfte meiner Familie hat früher oder später mal weiss getragen) und würde dich da nie angreifen wollen. Jeder wird anders mit so einer Situation fertig. Bei mir wars halt anders (Urologie und Intensiv), aber das kann ich natürlich schlecht auf Andere beziehen, und würde bei so einem Thema auch nie einen versteckten Vorwurf oder so mit einflechten. Tut mir leid, wenn das so rüberkam. Kann den Kommentar auch wieder "X"en und wir tun so als wär er nie gewesen. ok?
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bonsaielbe  
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« Antworten #17 am: 24. 01. 2006, 13:26 »

öhm... nö. ich vergesse einfach immer wieder, dass es auch "normal empfindende" menschen gibt, denen der gedanke, einer leiche über den weg zu laufen, angst macht, oder bei denen dieser böse erinnerungen wachruft. wobei ich sagen muss, dass mir die lebenden leichen viel mehr unbehagen bereiten, denn denen gehts richtig scheiße.
du brauchst das nicht löschen, vielleicht ist es manchmal ganz gut, wenn mich jemand aus dem rettungsdienst "rausholt".
was uns voneinander unterscheidet: du hast mit deinen patienten auf der station mehr als eine druckmassage und ein einfüllen von i.v. medikamenten zu tun gehabt, ich kann meine mittsammt verantwortung im nächsten krankenhaus abgeben. das nimmt die persönliche note, auch wenn es immer wieder patienten gibt, bei denen man wissen will, ob derjenige überlebt hat, oder man morgen bei den todesanzeigen die reklamation zu lesen bekommt. gestern hatten wir auch so einen fall, bei dem selbst der notarzt nicht weiter wusste, da will man natürlich wissen, ob wir das richtige getan haben.
so, mach dir keine gedanken! Smiley  
in der nacht kamen übrigens tatsächlich noch zwei einsätze und beide waren ungut... naja, wer braucht schon schlaf, wenn er helfen darf?
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Lichtbringer
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« Antworten #18 am: 07. 02. 2006, 15:33 »

Hang zur Dramatik? Meiner Meinung nach suchen viele die es im Job mit menschenlichen Emotionen zu tun haben in ihrem privaten Leben das Gegenteil.

Ich bin Krankenpfleger und die ganze Zeit weiss zu tragen kotzt mich mittlerweile an,denn jeder und wirklich jeder denkt man muss ein offenes Ohr für jedes noch so kleine Problemchen haben.

Ich glaube jeder der im sozialen Bereich arbeitet sucht im privaten durch die eigene Dunkelheit Ruhe vor dem nächsten Sturm.    
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Schwarz ist eine schöne Farbe - die Welt ist schon düster genug (Johnny Cash)
shauni
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« Antworten #19 am: 20. 02. 2006, 19:21 »

also ich erfülle dieses szeneklische berufstechnisch voll.renne auf arbeit brav in weiß rum und davor und danach schwarz.mal mehr mal weniger krass-je nach laune.es kümmert niemanden.mit den haaren muss ich ein bissl konservativ sein,aber gegen meine margentafarbenen haare hatte bisher niemand was.
wenn man seine arbeit gut macht,dann gibts durch sowas auch keine probleme.ausserdem wird man immer gut erkannt von allen....."die mit den pinken haaren....."
typischer beruf der schwarzkitteligen männerwelt schein in der it-branche zu sein.
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Kobold
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« Antworten #20 am: 21. 02. 2006, 15:26 »

Verdammt. Entlarvt. IT wäre dann wohl auch mein Vorhaben ^^ in näherer Zukunft...
Tja in schwarz renne ich mittlerweile nur noch in Diskotheken rum, wenn überhaupt. Fall ich jetzt aus dem Rahmen? ^^
Soziale/med./pädagogische Berufe etc. liegen mir ganz und gar nicht, weil ich mit Fremden nicht gut umgehen kann und nicht gern Verantwortung für andere trage. Da passe ich mich wohl hervorragend der frigiden, distanzierten, intriganten und verlogenen "modern society" an. Was nicht heißen soll, dass ich keine sozialen Kontakte aufbauen kann. Ich bin dabei nur zaghaft, nicht aus Angst, sondern aus Vernunft und Erfahrung. Wer "Cruel Intentions" kennt...
However, ich denke nicht, dass man generell auf die Toleranzfrage eingehen kann, denn jeder Arbeitgeber ist ja auch verschieden im Denken. Genau so wenig würde ich der schwarzen Szene pädagogische Berufe als typisch zuweisen, weil ich auch viele nicht-Schwarze kenne, die in die pädagogische Schiene gehen wollen bzw. gegangen sind. Ich halte das viel mehr für einen typischen neuzeitlichen Beruf. Schließlich steht da noch die Behauptung (von wem weiß ich nicht mehr), dass nach der heutigen IT-orientierten Epoche eine Epoche der Mediziner und Psychologen folgen soll. Man betrachte dazu die ansteigenden Vorkommensraten von ADS und die Gefährlichkeit von AIDS und der Vogelgrippe. Und dann wäre da noch die Entwicklung der ABC-Waffenindustrie.
Jetzt schweife ich direkt wieder ab...

Addendum: Ich persönlich halte es in einigen Fällen auch für übertrieben, wie sich einige aus unserer Szene der Gesellschaft präsentieren, um nicht zu sagen für lächerlich, so ernst sie es auch meinen, ich ebenso. Meinungsfreiheit! Smiley
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« Antworten #21 am: 22. 02. 2006, 16:15 »

Arbeite im Bereich Heil- und Sonderpäd./Erziehungshilfe... Arbeit mit schwersterziehbaren, schwer psychosozial und emotional gestörten Jugendlichen.... An der Arbeit trag ich Normaloklamotten, die auch mal dreckig werden dürfen. Hab auch keine Lust unserem kognitiv recht einfach strukturierten Klientel ständig erklären zu müssen, was nun z.B. die Bedeutung eines Pentagramms ist... sind halt Alles Rapper und Hiphopper  :knockout:  Außerdem ist es für mich eine wichtige Abgrenzung zwischen Beruf und Privatleben und die ist bei dem Job Grundvoraussetzung
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Platonische Liebe kommt mir vor, wie ein ewiges Zielen und niemals abdrücken.
(Wilhelm Busch)
salva me
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« Antworten #22 am: 05. 03. 2006, 20:24 »

Also ich studiere Jura, das ist wohl weniger heilend/pflegend (eher im Gegenteil  Lächelnd  ) und auch wenig sozial, was sich schon im Studium bemerkbar macht. Bücher in der Bib. vor anderen Studenten verstecken, damit bloß keiner auf die gleiche geniale Idee kommt, neenee.

Anfangs waren auch ein paar "Schwarze" dabei, aber entweder sie haben rechtzeitig den Absprung geschafft oder wurden assimiliert. Früher Haare wie Vogelnest, Nieten, Piercings etc., heute Hemd, Tuchhose und Laptop. "Man passt sich halt an."  :hammer:  An der Uni kann man doch rumlaufen wie man will! Ich begreif das nicht.

Aber ich gehöre auch eher nicht zu der "ich geh in die Wirtschaft und verdien nen Haufen Kohle"-Fraktion. Ich freu mich immer, wenn ich jemandem bei einem Problem weiterhelfen kann. Also vielleicht doch ein bisschen sozial?  Zwinkernd  
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Celticmaiden
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« Antworten #23 am: 08. 03. 2006, 12:24 »

Ich studiere in Köln Provinzial Römische Archäologie und Linguitsk im 4 Semester auf Magister.

Ganz ehrlich:Ich denke mal nicht,dass man die meisten Gothics in Sozialen Berufen trifft.Vielleicht fällt man da nur mehr auf,da man eventuell von seiner Einstellung zu diversen Dingen aus dem Rahmen fällt.
Schließlich kenen ich genug Leute aus unserer Szene die im Vrekauf tätig sind.
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inf1n1ty
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« Antworten #24 am: 28. 03. 2006, 01:15 »

Bei mir im Bekanntenkreis ist es recht neutral, ich würd sagen so hälfte hälfte. Ich persönlich, habe eine ganz andere Berufswahl gtroffen, die eines Friedhofsgärtners (klischee hoch 10 Smiley ), bei meiner alten firma wurde es ziemlich gut Tolleriert, wenn ich mal Schwarz zur Arbeit gekommen bin, selbst wo ich mit dem Zillo Shirt "Erdarbeiten" angekommen bin, habe ich nur positive resonanz von meinem Meister und Chef bekommen.

Nach meiner Meinung nach, kann man es mal in seinem Job versuchen, jedoch sollte man nicht zu dick auftragen, bzw. Halb Halb machen.

Mfg euer inf1n1ty
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