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Gothic-/Fetisch- & Bizarre-Talk 01. 08. 2010, 07:44 *
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Autor Thema: Dùath Seelenchaos  (Gelesen 5529 mal)
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Duwath
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« am: 26. 12. 2005, 18:54 »

            LEIDEN

Grüner Rauch aus bemoosten
Hügelgräbern.
Alte Linden beschützend,
dickichtbildend.
Unter Nebelbänken Klagelieder erheuchelter
Liebe.


Eichenblätter reisen
bodenwärts.
Seelenlose Erinnerrungen nachtkalter Ereignisse im
November.
Todesengel opfern phantasievolle
Feinfühligkeit.


Zerstörte Einigkeit irrt taumelnd
umher.
Nachtfrost gefriert schuldlose, schneebedeckte
Tannen,
ärgert neidvoll das erwachende
Antlitz.


Hoffnungslose Offenheit lindert zwanghaft,
oberflächlich.
Freudlose Erlebnisse nagen
permanent,
in Zedernwäldern zeitloser
Abgeschiedenheit.


Wahnsinn agiert ruhelos mit
Hingabe.
Argwöhnisch lachen tote
Eschen.
Personifiziertes Leid alter Triebe theatralisch
erwacht.


Malträtierter Idealismus
leidet.
Charisma hängt Kadavergleich
abseits.
Friede findet endgültige
Erlösung.
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Duwath
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Geschlecht: Männlich
Beiträge: 11


« Antworten #1 am: 25. 03. 2006, 01:37 »

LEIDEN 2


Nach Liebe lechzt die dürstende Seele!
Zerfressen von Mißtrauen und gestärkt von Zweifeln
bläht sie sich auf zu einem Vakuum.
Negative Erfahrungen haften im Schädel
wie die klebrige Zunge am Gaumen des Verdurstenden
in der Weite einer Wüste von Einsamkeit.

Unfähig einen klaren Gedanken zu fassen
ramme ich mir das Messer der Sehnsucht in das mürbe Herz,
bis es staubesgleich zerfällt.
Seine pulverisierte Existenz verschließt meine Lungen,
läßt mich panisch nach Luft schnappen
um nicht den Anschluß an das Leben zu verlieren!

Wie ein Stein im Gebirge den Elementen ausgesetzt
so verliert das Sein die Form im Sturme der verschwendeten Zeiten.
Noch immer an seine raue Schale glaubend,
doch schon längst selbiger beraubt, betrügt es sich selber.
Längst vom Wind des Selbstmitleides geschliffen,
bietet es seinen verletzbaren Kern zum Raubbau feil!

Verlernt das Vergießen von Tränen,
das Herausschreien der Wut und Angst.
Wie gerne würde ich die Trauer
gleich der Gischt des Meeres in die Kühle der Nacht entlassen;
wie einen Orkan die verlorenen Träume in die Welt schreien!
Doch bleibe ich stumm.

Selbsthaß breitet sich aus, gärt in meinen Eingeweiden
wie die Lava eines erwachten Vulkans.
Eine Explosion erwartend
entsteht das Verlangen nach Flucht!
Doch wohin, wenn das zusammengestürzte Selbstvertrauen
alle Ausgänge zu versperren scheint?

Undurchdringlich scheint der Weg zur Hoffnung,
verliert sich im Geäst ferner Visionen.
Jeglicher Versuch die Samen neuer Ideen zum Keimen zu bringen,
in sich zu wachsen,
scheint sofort den Herbstblättern folgend,
am harten Boden der Realität zu verrotten!

So schreit die Seele auch weiterhin nach Liebe,
verlangt nach Hoffnung und Erfüllung.
Nicht ahnend, sich selber in ein Gefängis aus Skrupel,
in eine Sackgasse der Gefühle
fern des eigenen Verstandes zu manövrieren.
Wie lange bleibe ich noch Stumm?

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Astarte


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« Antworten #2 am: 08. 04. 2006, 07:37 »

Salve Duwath!

"Gefallen" ist vielleicht der falsche Ausdruck, denn ich vermeide es, in "negativ, positiv... etc" zu unterteilen. Aber Deine Sprache und Bilder sprechen mich sehr an. Dieser Schrei ist nicht stumm... ich finde dort Einiges von mir selbst wieder. Friedliche Grüße... Astarte

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Duwath
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« Antworten #3 am: 01. 08. 2006, 20:42 »

LEIDEN 3


Ich habe die Hoffnung zu Grabe getragen!
Zu erdrückend war ihre Existenz
in meinem wirren Geiste,
jenem leblosen Wesen
welches mich die Zeit vergessen ließ.

Ich habe die Liebe zu Grabe getragen!
Zu sehr gierte das Feuer der Sehnsucht
in meinem verbrannten Herzen,
jenem verkohlten Klumpen
welcher mich meiner Gefühle beraubte.

Ich habe die Lust zu Grabe getragen!
Zu zermürbend war ihr Verlangen
in meinen kalten Lenden,
jener versiegten Quelle
welche meinem Liebessaft das Wasser entzog.

Ich habe die Freude zu Grabe getragen!
Zu ernüchternd war ihr Durst
in meiner trauernden Seele,
jenem verstaubten Raum
welcher meine Glückseeligkeit erstickte.

Ich habe meine Seele zu Grabe getragen!
Zu oft sehnte sie nach Hoffnung;
zu sehr schwächte sie ihre Sehnsucht nach Liebe;
zu lange ward ihr die Lust entsagt;
zu freudlos ward ihr dürstendes Selbst;
jenen lebenswichtigen Elixieren
welche mein Dasein vom Sinn befreiten.


Ich habe mich selbst zu Grabe getragen,
als ich meine Seele dem Freitod opferte!
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Duwath
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« Antworten #4 am: 04. 08. 2006, 12:47 »

Für meine beste Freundin:



Du bist!


Selbstzweifel versuchen mich zu Boden zu schlagen,
der Würgegriff der Angst ringt mit meiner Seele.
Der Mangel an Liebe beginnt mein Herz auszutrocknen.
Nie vergossene Tränen bringen das Lachen zum Schweigen.
Nie gesagte Worte verebben im Sand der Gezeiten,
nur um mich in der nächsten Flut der Unzufriedenheit zu ertränken!

Doch warum lebe ich noch?
Warum,
falle ich nie ganz zu Boden;
verliere ich nicht den Kampf gegen die Angst;
suche ich nach der Quelle einer neuen Liebe;
verlerne ich nicht das Lachen;
versuche ich zu schreien;
schwimme ich gegen den Strom?
Es ist die Urkraft der Freundschaft, welche mich nicht aufgeben lässt!

Und der Name von Freundschaft, ist der Deine!

Du bist der Ringrichter,
welcher nie bis zum Ende zählt.
Du bist der Trainer,
welcher mich bestärkt nicht aufzugeben.
Du bist das Nummern-Mädchen
und Dein Auftritt lässt mich die Selbstzweifel vergessen!

Du bist der Riese,
welcher mich an meine Kräfte erinnert.
Du bist der Zwerg,
der mich Zähigkeit und Kampfeslust lehrt.
Du bist die liebliche Fehengestalt
und Deine Existenz löst mich aus der Umklammerung der Angst!

Du bist der Brunnen,
aus welchem ich meine Gefühle schöpfe.
Du bist das Meer,
in dessen Wogen der Unschuld ich bade.
Du bist das Rinnsal
und Deine zarten Sinne tränken mein Herz!

Du bist der Hofnarr,
dessen Keckheit mich umhaut.
Du bist der Clown,
welcher mich in die Manege holt.
Du bist das Publikum
und Dein Applaus zaubert ein Lachen auf mein Gesicht!

Du bist die Stimme,
welche mich wach hält.
Du bist das Wort,
welches Berge versetzen kann.
Du bist das Schweigen
und Deine Ruhe lässt mich den Wechsel der Gezeiten genießen!

Du bist der Graben,
welcher mir meine Grenzen zeigt.
Du bist das Wehr,
welches mich vor mir selber schützt.
Du bist der Finger im Deich
und Dein Mut bewahrt mich in Selbstmitleid zu versinken!

Darum lebe ich noch.
Darum,
weil Du für mich da bist;
weil Du an mich glaubst;
weil Du voller Liebe bist;
weil Du mich zum lachen bringst;
weil Du mir zuhörst;
weil Du, Du bist.
Du bist die Hoffnung in meinem Selbst, in meinem Leben!

Der Name von Hoffnung heißt Freundschaft
und der Name von Freundschsft ist der Deine!
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Duwath
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« Antworten #5 am: 18. 10. 2006, 16:41 »

ABSCHIED

Mein Auge erspäht das
friedliche Grün!
Ein sanftes Rauschen
in den Bäumen!
Vor mir liegt ein Garten,
voller Poesie
umschmeichelt vom
Licht der Sonne
untermalt von der Tauben
lieblich Gurren!

Doch mein Herz
wiegt schwer,
vermag das Gute
nicht zu fassen.
Geschlossen das Tor
zur Seele,
welche zwar nach der Schönheit
dieses Garten Edens greift,
doch niemals mehr
zu fassen scheint.

So zieht es mich
hinaus
um allein
zu sein.
Fernab soll mein Herz
verbluten,
nach neuer Erfüllung
suchen
um sich endlich aus der Ader
eines neuen Lebensabschnittes zu nähren!

Doch von einem neuen Lebensmahl
zu kosten,
fordert einen verborgenen Weg zu beschreiten.
Jenem des Abschiedes,
welcher sich mir doch
so widerstrebt!
Was mag zurückbleiben,
sollte ich ins neue Leben treten?
Wird mich die Versuchung stärken
oder mein Sein vergiften?

Noch zögere ich den ersten Schritt
hinaus.
Unsicher sucht mein Auge
nach einem Anker der Sicherheit
in den fernen Häfen
unbekannter Möglichkeiten.
Hält Ausschau
nach der Kaimauer
an welcher mein krankes Herz
seine verdorbene Ladung löschen kann.

So steht weiterhin das Bangen,
lauert die Unentschlossenheit
des eigenen Willens,
im Wartesaal
der Träume,
gleich eines vergessenen Koffers
vollgepackt mit Sehnsucht
aber vergessen
am Bahnsteig
des verlorenen Mutes.
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Duwath
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« Antworten #6 am: 11. 09. 2007, 19:04 »

Leiden 5

Manchmal habe ich das Gefühl
ich kann gar nicht so laut schreien,
wie es nötig wäre den Schmerz in mir zu lindern
um mir meiner Verletzlichkeit bewusst zu werden.

Manchmal habe ich das Gefühl
ich kann gar nicht so viel weinen,
wie es braucht das Tränenmeer zu leeren
um den Grund meiner Trauer zu erkennen.

Manchmal habe ich das Gefühl
ich kann gar nicht so schnell laufen,
wie es das Tempo der Zeit verlangt
um nicht auf meinem Weg verloren zu gehen.

Manchmal habe ich das Gefühl
ich kann gar nicht so viel von mir geben,
wie es für meine Freunde gerecht sein würde
um nicht die Bande zu zerreißen.

Manchmal habe ich das Gefühl
ich kann gar nicht so befreiend lachen,
wie es meinem Herzen gut tun würde
um die Freude über den Ausbruch auszukosten.

Manchmal habe ich das Gefühl
ich kann gar nicht so langsam gehen,
wie es helfen könnte den Fluchtinstinkt zu unterdrücken
um die innere Ruhe der Gelassenheit zu bewahren.

Manchmal habe ich das Gefühl
ich kann gar nicht so viel von mir behalten,
wie es die Verschwiegenheit über das Selbstwertgefühl benötigt
um nicht am eigenen Verstand zu zweifeln.

Manchmal habe ich das Gefühl
es wäre besser keines zu haben,
die Leere zu genießen
und dem schlichten Sein zu verfallen.
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Duwath
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« Antworten #7 am: 11. 09. 2007, 19:28 »

Für Julia
Verwirrt

Orientierungslos wandele ich durch das Hier,
doch frage ich mich, bin ich jetzt?
Schwindelig wanke ich durch das Sein,
doch wage ich mich nicht in das Hoffen fallen zu lassen.

Alles scheint so einfach wenn es könnte,
doch wird es ungleich schwerer wenn es ist.
Gedanken verlieren sich auf ihrer Reise zu Dir,
doch wird ihnen Unterkunft gewährt?

Wenn das Gute so nahe liegt,
warum wird es durchkreuzt vom Vielleicht?
Wenn Gefühle endlich auf Gehör stoßen,
warum versagt dem Begehren das Erhören?

Warum lassen mich die Götter das Glück sehen,
wenn sie mir zugleich die Wirklichkeit versagen?
Warum strahlt der Moment der Freude,
wenn dem Fortwähren das Licht geraubt wird?

So hängen meine Gedanken an Dienem Antlitz,
verlieren sich meine Sinne in Deinen Augen,
verzehrt sich meine Seele nach Deiner Stimme,
giert mein Verlangen nach Deinem Duft.

Verwirrt irre ich durch die nachtschwarze Sehnsucht,
gesäumt von den verlassenen Strassen,
welche, obwohl geschützt durch  des Mondes Schoße,
ihre durchschimmernde Klarheit verlieren.
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Duwath
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« Antworten #8 am: 17. 09. 2007, 21:59 »

Kurz nach Pfingsten musste ich erfahren, das die Liebe meines Lebens durch fremder Hand verstorben ist. Trauer kann so schwer sein und darum für Birgit:


Sehnsucht/Tod


Die Grausamkeit der Liebe
vom Jenseits geraubt.
Die Lüge der Hoffnung
durch die Unendlichkeit bereichert.
Der Glaube an Zweisamkeit
von der Ewigkeit betrogen.
Die Endgültigkeit des Lebens
vom Tod bestätigt.

Meine Liebe, gefangen in Deinem Herz.
Verirrt auf verwunschenen Pfaden,
in einem Labyrinth vertrauter Gefühle,
umfangen vom Dickicht erstickender Sehnsüchte,
durchschreitend den Tau vergossener Tränen,
umschlungen von Dornenbüschen geleugneten Schmerzens,
wartet mein Verlangen
auf den Tod des Verstandes.

Gleich einem Rausch ließest Du mich erfahren
was wahrhafte Liebe ist,
machtest mich trunken nach Nächten ungezügelter Gier,
stilltest den Durst meiner ausgetrockneten Lippen,
welche nach den Deinen flehten,
spritztest die Droge Deiner Verlockung direkt in meine Venen
schenktest mir einen wilden Trip durch die bunten Farben Deiner Lust,
aus welchem es kein entrinnen gibt.

Das strahlen Deiner Augen beschämte die Sonne,
die Sanftmut Deiner Stimme, vermochte die Stille
gleich dem Getöse eines Sturmes klingen lassen.
Dein Antlitz brachte so manchen Engel zum fallen.
Nach Deinem Duft neideten die wundervollsten Blumen.
Die Zartheit Deiner Haut ließ selbst die Blüten der Rosen,
wie verwittertes Laub erscheinen.
Deine Aura diente der Natur als Muße.

Du warst wie der Herbst und lehrtest mich
zur Ruhe zu kommen und in mich zu gehen.
Du warst wie der Winter und gabst mir
das sichere Gefühl von Geborgenheit, gleich einer schützenden Schneedecke.
Du warst wie der Frühling und vermochtest unser Dasein
mit Deiner wärmenden Güte, immer wieder neu aufkeimen zu lassen.
Du warst wie der Sommer und verschafftest unserer Liebe
eine nie enden wollende Hitzewelle der Leidenschaft.

Voller Sehnsucht sitze ich an Deinem Grabe
und versuche Deinen Tod zu begreifen.
Auf immer und ewig in Dir gefangen
verweile ich in mir, wenn die Trauer am größten ist.
Niemals wird der Mantel der Vergessenheit
die Erinnerung an meine größte Liebe umschließen.
So bleibt mir nur die Erinnerung an Dich und was gewesen,
eingebrannt in meine wunde Seele.

Ich liebe Dich!
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Duwath
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« Antworten #9 am: 05. 10. 2007, 12:44 »

Für Julia

Mein Schmerz bleibt!


Ich hasse die Liebe,
jenes Monstrum, welches mein Herz zerstört.
Ich hasse Dich,
jenes wunderbare Wesen, welches die Liebe nährt.
Ich hasse Deinen Anblick,
welcher mich immer wieder auf neue Irrwege leitet.
Ich hasse meine Gedanken an Dich,
jene lieblichen Verführungen, welche mein Herz berühren.

Mein Leben war ein Chaos an Gefühlen
und Du kanntest die Formel, sie ansatzweise zu entschlüsseln.
Meine Gefühle, gefangen in den Tiefen meines Selbst,
von Dir aus den Tentakeln des Schweigens geborgen.
Die verlernte Fähigkeit zu empfinden,
von Deiner Stimme sanft geküsst.
Vergessen was Zärtlichkeit bedeutet,
wurde ich von Deinen zarten Lippen zum Leben erweckt.

Kurz währte das Gefühl von Glück.
Es überkam mich wann immer ich Dich sah.
Ein Funke der Hoffnung glimmte auf,
mit jedem Satz der über Deine Lippen kam.
Eingeschlafene Extasen der Gier
von Deinem Feuer ins Jetzt gerissen.
Der Angst vor der Zukunft,mit Deiner Energie und Deinem Mut,
die Stirn geboten.

Niemals kannte ich einen so leidenschaftlichen Menschen
wie Dich.
Niemals fühlte ich mich einem Menschen mit jeder Faser verbundener,
wie mit Dir.
Niemals konnte ich meinen Geist so ungezwungen wandeln lassen,
wie bei Dir.
Niemals verstand mich jemand so schnell wie Du
und hat dabei den Anblick der Liebe vergessen.

Nie hätte ich es gewagt an eine neue Liebe zu glauben
tragischer Weise hast Du sie entfacht.
Alles schien seinen Gang zu nehmen.
Voller Freude sah ich dem Kommenden entgegen.
Gemeinsame Geschichten mit Dir,
gemeinsames Erleben mit Dir,
gemeinsame Zukunft mit einer Seelenverwandten?
Und dann die Erkenntnis niemals Wagnisse eingehen zu sollen.

Promt folgte der brutale Tiefschlag,
ausgeteilt von der Härte der Realität.
Wie konnte ich es wagen zu denken,
das Leben sei kein Arschloch?
Wie konnte ich so blind sein,
das ich hoffte, alles würde gut werden?
Warum muss das wichtigste im Leben, die Freundschaft,
die ausführende Gewalt sein; wem noch vertrauen?

War das Gefühl von Liebe
von Beginn an zum scheitern verurteilt?
Wo blieb die Ehrlichkeit,
warum wurde das Vertrauen mißbraucht?
Ich hoffte auf etwas Glück,
jedoch zog ich die Niete
und stehe nun allein vor der Losbude
auf dem Jahrmarkt des Selbstmitleides.

Ich liebe die Liebe,
denn sie ist für Träumer gemacht.
Ich liebe Dich,
denn Du vermagst zu zeigen was Liebe bedeuten mag.
Bei meinen Gedanken an Dein Antlitz
beginne ich zu träumen.
Jedoch scheint jeder weitere Gedanke an Dich
mich selbst zu zerstören.

Meine Gedanken an Dich bleiben für immer.
Dein Duft haftet in meiner Nase, für immer.
Mein Verlangen nach Dir bringt mich um den Verstand.
Für immer.
Meine Sehnsucht tötet jegliches Empfinden aufs Neue.
Für immer.
Die Frage ob Du mich jemals auch nur etwas begehrtest,
bleibt für immer, genauso wie die verspielte Hoffnung.

Deine Liebe geht,
mein Schmerz bleibt.
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Duwath
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« Antworten #10 am: 16. 04. 2008, 18:40 »

Sehnsucht/Tod 2


Oh, wie vermisse ich Dich,
zu sehr sehnt sich mein Verlangen danach
Dich noch einmal zu sehen
Deinem Zauber zu erliegen.

Dein Zauber hält mich noch heute fest,
läßt mich nicht vergessen
was Liebe, was verlangen heißt,
läßt das Träumen zur Qual werden.

Von Träumen geweckt
welche die Seele peinigen
mir das Herz zerreißen
und mir Nacht für Nacht den Schlaf versagen.

Schlaf! Von steter Unruhe gestört,
welche meinen Körper schwächt
die Freude vernichtet
und mehr und mehr den Geist vergiftet.

Mein Geist, Ruhestätte unendlicher Trauer,
angefüllt mit Wirrniss
die Zukunft verwischend,
scheint das Leben vom Sinn zu befreien.

Sinn? Aus dem Leben gerissen.
Leben? Vom Sinn befreit.
Zerrüttet durch meine unendliche Liebe zu Dir,
frage ich mich, was mein Leben zu bessern vermag.

Nichts!
Wenn der Verstand nicht befreit ist.
Gar nichts!
Solange das Herz nicht bereit ist.

Oh, wie vermisse ich Dich,
sehne ich das Verlangen herbei
und sei es nur ein Tag
an welchem ich Abschied nehmen kann.
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