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Gothic-/Fetisch- & Bizarre-Talk 01. 08. 2010, 07:20 *
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Autor Thema: Der Schmerz formt Worte ... Gedichte Texte von SuicideSociety  (Gelesen 6126 mal)
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SuicideSociety
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« Antworten #25 am: 05. 01. 2005, 20:17 »

Demütig wehmütig

Mir ist nicht gut
bin voll von Wehmut
in mir stärker werdene Glut ... leises Brennen
Tränen drohen sich von den Augen zu trennen
Ich möchte rennen ... möchte fliehen
in die Ferne ziehen
entfliehen ... doch ich weiß nicht wohin
Kein Ziel hat einen Sinn
So bleibe ich wo ich bin ... bleibe hier
und die Wehmut bei mir
Ich ertrage sie schier ... die Wehmut
liebe sie in Demut
Wehmutflut ... du machst mich demütig
wehmütig
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« Antworten #26 am: 05. 01. 2005, 20:19 »

Wunschvorstellung


Du bist so nah
und doch so weit
Ach wäre ich doch
mit dir zu zweit

Meine Gedanken kreisen
Meine Phantasie webt
Mein Verstand ausgeschaltet
Meine Traumfrau lebt
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« Antworten #27 am: 06. 04. 2005, 16:13 »

Ich bin die Träne im Auge des Selbstmörders ...


Ich bin die Träne im Auge des Selbstmörders ...
der schmerz - und angstdurchflutet und entsetzlich müde ... des Lebens müde ...
beabsichtigt das gequälte Leben der ewigen Ruhe überzugeben ...
um endlich zu schlafen ... endlich endlos zu schlafen ...

Ich bin die Träne im Auge des Selbstmörders ...
der voll Haß und Entäuschung ... den Beschiß ... Leben ... vernichtend beseitigen will ...

Ich bin die Träne im Auge des Selbstmörders ...
der Gott ... der sadistischen Sau ... endlich letztendlich entfliehen kann ...

Ich bin die Träne im Auge des Selbstmörders ...
der Durchtränkt von Selbsthaß ... dieses verpfuschte Dahinvegetieren des Versagens ...
für immer beseitigen will ...

Ich bin die Träne im Auge des Selbstmörders ...
der angewidert von diesen jämmerlichen penetranten Kreaturen ... die sich Menschen nennen ...
beabsichtigt mit seinem Freitod ihnen aus dem Wege zu gehen ...

Ich bin die Träne im Auge des Selbstmörders ...
der voller Freude ... gar lachend ... befreit ... erlöst ... gelöst ... mit der Gewißheit ...
daß all die Trauer ... die Qual ... das Leid ... mit seinem Tod endet ...
und er endlich ... endlich frei ist ...

Ich bin die Träne im Auge des Selbstmörders ...
der glaubt zum unkontrollierbaren Wahnsinnigen zu mutieren und aus Angst vor sich selbst ...
als Selbsthenker sich zwingen will Selbstmord zu machen ...

Ich bin die Träne im Auge des Selbstmörders ...
die ihn als Hoffnung letztendlich am Leben hält ... denn ich bin wie er ...
Ich bin Teil von ihm ... Ich bin wie er ... schuldlos ...



[Editiert am 10/4/2005 von SuicideSociety]
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« Antworten #28 am: 06. 04. 2005, 16:17 »

Abschied ?

Abschied ?
Abschied ohne sich zu verabschieden
entschied er entschieden
als er schied
und dachte an Suizid
er der dann doch nicht dahinschied
nicht verschied
den Suizid vermied
denn dazu war er innerlich zu zerstritten
innerlich zu verschieden
Verschieden ist er nicht verschieden
Vom Schicksal bescheiden beschieden
ist er am Leben geblieben
ist er im Leben geblieben
Geblieben und doch nicht geblieben
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« Antworten #29 am: 24. 06. 2005, 01:52 »

Melancholische Stimmung

Melancholische Stimmung
Depressive Verstimmung
Welche Bestimmung ?
Besinnung ohne Gesinnung
Allein ... in der geistigen Innung

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« Antworten #30 am: 24. 06. 2005, 01:53 »

Angewidert

Die Sonne hält sich bedeckt
hat sich versteckt
will niemanden seh´n
Ich kann sie versteh´n

[Editiert am 24/6/2005 von SuicideSociety]
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« Antworten #31 am: 24. 06. 2005, 01:59 »

Wo wollen wir hin ?

"Wo wollen wir hin ? ...
... Zurück ? ..."
"Hat keinen Sinn ...
... Kein Glück ..."
"Wieder nach oben ? ...
... Diesmal auf die höchste Reise ? ..."
... Da sind sie auch schon abgehoben ...
... Es wird leise ...
Der Vorhang auf der Bühne schließt sich schnell ...
und läßt ein paar Fragen im fast leeren Raume schweben ...
Im Theater wird es hell ...
Vor den offenen Flügeln der Tür sieht man Gestalten sich erheben ...
Das Neonlicht geht an und beleuchtet die Realität grell ...
Nur die Hoffnung bleibt träumend auf ihrem Sitzplatz kleben ...
 

[Editiert am 24/6/2005 von SuicideSociety]
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« Antworten #32 am: 24. 06. 2005, 02:03 »

Alle Lust will Ewigkeit

Ich hatte sie geseh´n
wunderschön und mondän
sehr weiblich ... doch kalt
trotz jungem Aussehen ... war sie alt
Sie stand da in Melancholie ... in Melancholie der Einsamkeit
Ich hatte für sie sehr viel Zeit ... denn alle Lust will Ewigkeit
Hier am Grab ... an dem Ort der ewigen Ruhe
stand sie ... diese ... wunderschöne ... Statue
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« Antworten #33 am: 23. 08. 2005, 04:39 »

Traumfrauen

Traumfrau ... dieses anfaßbare und doch unfaßbare Wunder ...
Und doch kann man sich meistens nur wundern
Einst darauf so versessen
werde ich sie wohl vergessen
Was ist wenn ... ?
Was sind sie denn ... ?
Doch nur Wichsflecken in einsamen Nächten
Wunschvorstellungen die mich schwächten
Seifenblasen einst schön bunt doch leer und ungefüllt
zerplatzende Träume ... erfüllt und doch unerfüllt
Und wenn man mehr will als nur das Anschauen ?
Trauen und traurig trauen lassen wegen zu viel Vertrauen
Eine glückliche Schwangere wird dir alles versauen
Wer will schon seine Zukunft verbauen
und ewig das selbe Kaugummi kauen ?
Es bleibt dann doch nur das Abhauen
Nein ... nein ... nein
ich bleibe allein
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« Antworten #34 am: 23. 08. 2005, 04:39 »

Sanfter Nebel

Der Nebel macht mir bewußt
der Himmel fängt gleich über dem Boden an
und so schreite ich durch die sanften Wolken
anstatt zu schweben
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« Antworten #35 am: 23. 08. 2005, 04:40 »

Morgendliche Impressionen ...

Nebelartiger Atem der Zeit ...
zwischen Nacht und Tag ...
idyllisch friedlich ... und märchenhaft ...
und doch...
geheimnisvoll ...
Jungfräuliche Aura der Zwischenzeit ...
unbefleckter Traum ...
beginnend sich aufzulösen ...
um zaghaft ...
die hellen blauen Augen der Hoffnung ...
wie Knospen aufblühen zu lassen ...
Den gemächlich schwindenden stillen Schleier erblickend ...
folgt dieser Blick ihn neugierig ...
und beobachtet seinen Untergang ...
Sanft dringen seine Reste in den Boden ...
und nässen die Erde ... um sie zu wecken ...
um sie wachzuküssen ...
Dann ... zur Erinnerung geworden ...
nähren sie die Knospen ... des neuen Erwachens ...
Erste ... noch schwache Sonnenstrahlen ...
färben gleitend die Idylle in weiche Pastellfarben ...
die zunehmend kräftiger werdend ...
den nahenden Frühling ... erahnen lassen ...
Unendlich in der Zahl ... glitzernde Tautropfen ...
im morgendlichen Licht ...
jetzt gleißend ... einen weißglühenden Tränenmeer gleich ...
ohne Horizont ...
Sind es nun Tränen ... der Trauer ...
des Abschieds ... von der Nacht ...
oder sind es Freudentränen ... der Erwartung ... der Hoffnung ...
auf die glückliche Empfängnis des neuen Tages ...
Mutter Erde erwacht ...
und begrüßt das Kommende ...
mit einem Lächeln ... der Unschuld ...
leicht ... und zart ... wie ein schwebendes ... Blütenblatt ...
wie eine gleitende Feder ... im luftleeren All ...
Hell erstrahlt das Lächeln ...
im Licht der aufgehenden Sonne ...
die sich geruht ... zunehmend ...
das beginnende aufblühende Treiben von oben herab zu betrachten ...
Distanziert ... erhaben ... und doch scheinbar überall anwesend ... und integriert ...
treibt sie das Werden voran ...
hat regen Anteil am Leben ...
ist die wärmende Quelle ... die durchdringende ... gutgelaunte ...
spendierfreudige Freundin ...
Durch sie erst ... wird dem Leben es ermöglicht ... zu existieren ...
um zu wachsen ... um sich ständig neu zu verändern ...
sich selbst zu gestalten ...
oder ...
sich selbst ... zu zerstören ...
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« Antworten #36 am: 24. 03. 2006, 01:28 »

Revolutionärer Geburtstag

Hell erstrahlt im gleißendem Sonnenlicht des neuen vielversprechenden Tages
steht sie erhaben in der Mitte des leergefegten Festplatzes.
Stolz und majestätisch, aber auch demonstrativ und abschreckend.
Vorbeiziehende Wolken spiegeln sich in den blanken Metallteil,
dessen Glanz nur von einigen großen unschönen Flecken gemindert wird.
Dunkle rostrote Flecken, die Spuren des gestrigen arbeitsreichen Tages.
Ja, gestern hatte sie sehr viel zu tun.
Viele Gäste, viele Häupter die sich vor ihr verneigten.
Doch nach den Verbeugungen verhielten sie sich alle irgendwie kopflos
und verloren gänzlich ihre Haltung,
was sich aber als nicht so schlimm erwies, ganz im Gegenteil,
alle Zuschauer klatschten vor Begeisterung Beifall.
Ja, gestern war sie die Heldin.
Jede Bewegung von ihr wurde euphorisch gefeiert.
Jedes Geräusch was sie von sich gab bejubelt.
Gestern war ihr erster Tag, ihr Geburtstag.
Sie erhielt sogar einen Namen,
einen schneidigen ...,
einen klingenden ...,
der weit über dem Franzosenland hinaus bekannt wurde.
Sie wurde liebevoll
Guillotine genannt.
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« Antworten #37 am: 04. 05. 2006, 22:00 »

Halbmond

Halbmond
der hell betont
unbewohnt
über uns trohnt
uns mit seinem Anblick belohnt
noch nicht verhohnt
noch nicht geklont
echt ungewohnt
der Mond
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« Antworten #38 am: 27. 09. 2006, 18:10 »

Dies ist eine Geschichte die ich mal zu einem Schreibwettbewerb geschrieben hatte. Der Titel der Geschichte 'Lucas erster Fall' war vorgegeben.



Lucas erster Fall


Ich blickte in zwei Gläser, eingefaßt in ein goldfarbenes Gestell das die graublauen Augen umrahmte. Die Augen schienen zu lächeln, ... der Mund aber ... wirkte seltsam verkniffen ... und ernst.

Jetzt bewegte sich der Mund und schien doch irgendwie unbeweglich.
"Nun, wie gefällt es ihnen hier in der Psychiartrie des Allgemeinen Krankenhauses Ochsenzoll ?" drang es kalt und bedrückend anteilnahmelos aus den Mund.
Der Glanz, das scheinbare Lächeln in den Augen war verschwunden.
Nach einem unterdrückten Schlucken versuchte ich mein keimendes
Unbehagen mit einer schnellen Antwort abzulenken, was mir nicht sehr gut gelang, wie ich glaubte.
"Doch ... doch ... sehr gut. ... Ach ... ich habe durch Zufall ihre Fallstudien über die Fallsucht gefunden und gelesen ... hoch interessant, muß ich sagen."
"Nun ja. ... ja ja, ... das ist schon länger her. ... Heute aber betreibe ich andere Fallstudien." sagte er, stand auf und ging zur Tür.
"Ich werde sie jetzt mit ihrem ersten Fall bekannt machen ... ein hoffnungsloser Fall ... wie ich denke ... aber das sie sicherlich nicht davon abhalten sich diesem Fall anzunehmen."
Er öffnete die Tür mit einem kurzem "Folgen sie mir."
und ging hinaus in den Gang.
Ich folgte ihm mit leicht zitternden Knien. Mir war gar nicht wohl zumute.
Der Gang war nur spärlich beleuchtet und wirkte beklemmend. Die Leuchten spiegelten sich mattgelb auf den Lenoliumboden wider und waren die einzigen Lichtquellen denn das Fenster am Ende des Ganges
war schon nachtdunkel.
"Wo sind denn die Patienten ?" fragte ich, das sonst multireale bunte Treiben vermissend.
"Die brauchte ich für meine neuen Fallstudien. ... Fall für Fall. ... Sie werden sie hinterher ... treffen."
Er blieb plötzlich vor einer Tür stehen so daß ich fast auf ihn auflief.
Genauso plötzlich ging das Licht aus und ich fühlte eine Hand die mein Handgelenk wie ein Schraubstock umklammerte.
"Keine Angst." sagte er zu mir als ich ein leises Quitschen akustisch vernahm. Ich fühlte einen Ruck am Arm und einen Stoß am Rücken ...
mein Ausfallschritt trat ins Leere ... ich hatte keinen Boden mehr unter den Füßen und fiel ... fiel mit einem Schrei in die Tiefe.
Im Fallen noch sah ich das Licht wieder angehen und hörte sein schrilles hysterisches Lachen.
"Ihr erster Fall ... ein Reinfall ... klarer Fall ... ha ... ha ... ha ... ha ... ha ... ha ... !"

Noch schreiend wachte ich schweißgebadet auf. Ich konnte mich nicht mehr bewegen. Ich war schon wieder an das Bett geschnallt.
"Sie sind mein erster Fall." sagte jemand im weißen Kittel den ich erst erblickte als ich meinen Kopf drehte.

Ich blickte in zwei Gläser, eingefaßt in ein goldfarbenes Gestell das die graublauen Augen umrahmte. Die Augen schienen zu lächeln, ... der Mund aber ... wirkte seltsam verkniffen ... und ernst.
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« Antworten #39 am: 27. 09. 2006, 19:17 »

 :o also, daß is schon irgendwie extrem interessant....gute Story...*mußte mal hier Kommentar zu abgeben  thumbup
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Und aus der Finsternis meines Seins, erstrahlt ein feines Licht der Hoffnung. Brach seinen Weg durch Mauern der Verzweiflung
um nach kurzem an der Furcht vor Schmerz zu erlöschen. (c) S.H.
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« Antworten #40 am: 27. 09. 2006, 20:10 »

Danke ...  Smiley
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« Antworten #41 am: 15. 08. 2009, 19:28 »

So, ich habe jetzt mal ein paar onlinebücher gebastelt

damit ich nicht so viel posten muß

http://www.bookrix.de/-suicide.society
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